Klein Iser

Zu Zeiten seines größten Ruhms hatte Klein Iser (Jizerka) etwa 450 Einwohner, zwei erfolgreiche Glashütten, eine Schule, einen Laden, eine Gastwirtschaft, ein Sägewerk, eine Bäckerei, eine Schmiede und weitere Handwerksbetriebe. 1911 endete der Betrieb in den Glashütten. Warum? Die Glashütten in den Tälern verwendeten als Energiequelle Steinkohle und waren leistungsfähiger als die mit Holz betriebenen Gebirgsglashütten.

Der Bergtourismus, der sich zunehmend größerer Beliebtheit erfreute, legte den Grundstein für die ersten Unterkünfte und Wirtshäuser. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten Häuser in Klein Iser verstaatlicht und dann vom Staatsforst genutzt.

Mit dem Aufkommen der Motorsägen und übrigen Technik endete auch die Arbeit vieler Waldarbeiter. Die größeren Landhäuser wurden zu Erholungszentren umgebaut, die kleineren zu privaten Wochenendhäusern. In den 80er Jahren kam in Form einer ökologischen Katastrophe ein weiterer Schlag. Die vom sauren Regen geschwächten Fichtenwälder wurden vom Borkenkäfer befallen, und ein großer Teil von ihnen musste daher abgeholzt werden.

In den 90er Jahren wurden die Erholungszentren zunehmend in private Pensionen und Restaurants umgewandelt. Und die Wälder begannen wieder zu wachsen. In der ersten Welle waren es Fichten, aber allmählich kehren auch die Laubbäume zurück. Klein Iser gewann seinen Zauber zurück und ist heute ein idealer Ort sowohl für geruhsame als auch für aktive Entspannung in der Natur.

Panský dům

Das Gebäude Panský dům (Herrenhaus) wurde 1829 zusammen mit den Glashütten in Klein Iser vom hiesigen Glaserkönig Franz Riedel errichtet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente das Haus zur Erholung und später als Wirtschaftsgebäude der Forstverwaltung.

Die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts standen im Zeichen eines misslungenen und nicht beendeten Umbaus des Herrenhauses in eine Urlaubseinrichtung. Das Haus lag brach und begann zu verfallen.

Während das Äußere Reste seiner einstigen Schönheit bewahrte, waren die Innenräume noch 2002 völlig zerstört. Die sensible Rekonstruktion, die historische Elemente mit modernen verband, gab dem Objekt seinen Glanz und Ruhm zurück. Heute ist es ein Kulturdenkmal, das seit 2003 wieder Touristen und Gästen offensteht.

Pyramida

Warum zu Beginn des 19. Jahrhunderts das steinerne Denkmal Pyramida entstand, weiß niemand genau. Vielleicht zu Ehren des Besuchs des Fürsten Clam-Gallas im Jahr 1815, vielleicht als Erinnerung an die erste Schmelze in der Riedel-Glashütte in Klein Iser im Jahr 1829. Nach der Gründung der Glasereien wurde daneben eine Glasschleiferei errichtet, ab dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde darin die beliebte Gastwirtschaft der Familie Kunze betrieben, und 1927 wurde der geräumige Saal in Blockbauweise angebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg betrieb Frau Kakrdová, geborene Kunze, die Gastwirtschaft Pyramida – die einzige in Klein Iser. Seit den 60er Jahren wechselten die Besitzer und Betreiber häufig, was inhomogene Anbauten und eine vernachlässigte Instandhaltung mit sich brachte. Die Pyramida hörte auf, ein Begriff zu sein.

Im Frühling 2005 erlebte sie endlich eine umfassende Rekonstruktion, und ein Jahr später begann bereits ihr erneuter Aufstieg mit vielen zufriedenen Gästen. In das Zentrum des Geschehens kehrte sie auch durch die wiederhergestellte Bühne zurück, auf der viele beliebte Veranstaltungen stattfinden, die vom Weidenkätzchen-Ball im April angeführt werden.

Pyramida

Proč vznikl počátkem 19. století kamenný pomník Pyramida, nikdo přesně neví. Možná na počest návštěvy hraběte Clam-Gallase v roce 1815, snad jako připomínka první tavby v Riedlových sklárnách na Jizerce v roce 1829. Po založení skláren vedle ní postavili brusírnu skla, koncem 19. století v ní začal fungovat oblíbený hostinec rodiny Kunzeových a v roce 1927 přistavěli prostorný roubený sál.

Po 2. světové válce provozovala hostinec Pyramida, jediný na Jizerce, paní Kakrdová, rozená Kunze. Od 60. let často zařízení často měnilo vlastníky a provozovatele a výsledkem byly nesourodé přístavky a zanedbaná údržba. Pyramida přesto stále zůstávala pojmem.

Na jaře 2005 se konečně dočkala celkové rekonstrukce a už o rok později zahájila úspěšné tažení směrem ke spokojeným klientům. Do centra společenského dění ji vrátilo obnovené jeviště, kde se koná řada oblíbených akcí v čele s dubnovým kočičkovým bálem.

Sklárna

Die Glashütte (Sklárna), die in Klein Iser die zweite in Folge war, wurde von der Familie von Josef Riedel, der auch als Glaserkönig des Isergebirges bezeichnet wird, 1866 errichtet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurden hier Glas geschmolzen und Glaswaren hergestellt.

Bis zum Zweiten Weltkrieg diente sie als Touristenunterkunft, danach als Lager oder Garage. Nach 1990 wurde das Objekt restauriert und in eine Pension und ein Restaurant umgebaut. Dadurch wurde sie vor dem Abriss gerettet.

Im 21. Jahrhundert wurde in der einzigartigen, großen Steinhalle eine Sportstätte eingerichtet. Heute ist dieses schöne Gebäude ein Kulturdenkmal.

An die Glasertradition erinnert das beliebte Annenfest in Klein Iser, das immer am folgenden Samstag nach dem 26. Juli, dem St.-Annen-Tag, stattfindet.